Das bin ich
Hallo, ich bin Steffen und lebe seit August 2025 mit Krebs. Ich habe diese Diagnose plötzlich bekommen und stand vor Fragen wie:
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Kann ich weiterarbeiten oder brauche ich eine Auszeit?
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Wie erkläre ich es meinen Kollegen und Kolleginnen und Vorgesetzten?
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Was ist mit meiner Energie, meinen Terminen und meiner Zukunft?
Auf dieser Seite erzähle ich meine Erfahrungen, die kleinen Schritte, die mir geholfen haben, und teile Tipps für Menschen, die gerade unsicher sind, wie es beruflich und privat weitergehen kann.
Ziel ist: Mut machen, Orientierung geben, zeigen, dass man nicht allein ist.

Profil – Kurzvita
1966
Geboren am 19. Oktober 1966 in Mannheim
1986
Abitur an der Heimschule Lender (Internat) in Sasbach (Baden)
1991
Studium an der Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim
Fachrichtung Spedition
Abschluss: Diplom-Betriebswirt (BA)
1991 – 2013
Berufliche Stationen in verschiedenen Branchen:
Spedition & Logistik · Industrie · Handel · Beratung
Schwerpunkte: Vertrieb, Marketing, Führung und unternehmerische Verantwortung
2007
Ausbildung zum Mediator am Odenwaldinstitut der Karl Kübel Stiftung in Wald-Michelbach
2009
Zertifikat zum Personzentrierten Coach bei echt. coaching in Heidelberg
Seit 2013
Verantwortlich für Personal, Vertrieb und Marketing bei der Rothermel Gruppe in 76684 Östringen
Strategischer Geschäftsführer de JobService Baden GmbH in 76684 Östringen
https://www.jobservice-baden.de
Meine Geschichte
Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas passiert. Ich war fit. Sportlich aktiv, viel unterwegs, mitten im Leben. Tennis war mein Ausgleich, ich habe gearbeitet, oft mehr als 40 Stunden, Familie, Verantwortung, Trubel – drei eigene Kinder, zwei von meiner jetzigen Frau, meine Mutter, immer irgendwas los. Aber ich mochte dieses Leben. Ich habe auf mich geachtet, Sport gemacht, gegessen, getrunken, gearbeitet – vielleicht manchmal zu viel, aber gefühlt war alles okay.
Irgendwann habe ich gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Beim Tennis war ich plötzlich geschwächt, obwohl ich technisch gut gespielt hatte. Mein Körper machte nicht mehr richtig mit. Dazu kam nächtliches Schwitzen – wochenlang, monatelang. Ich war müde, blass, kraftlos. Irgendwann waren meine Lippen und mein Mund auffällig weiß. Rückblickend waren es klare Warnzeichen. Damals habe ich sie lange verdrängt.
Ein Arzt hat mich schließlich auf einer privaten Veranstaltung angesprochen und mir dringend zu einer Blutabnahme geraten. Am nächsten Tag lag ich im Krankenhaus. Mein Hb-Wert war extrem niedrig, unter 7. Ab da ging alles sehr schnell: Untersuchungen, CT, MRT, Magenspiegelung, weitere Tests. Schließlich die Verlegung in ein anderes Krankenhaus, auf die Onkologie. Der erste Verdacht: Leukämie. Wochen voller Ungewissheit. Am Ende dann die Diagnose: ein Lymphom.
Diese Zeit war heftig. Körperlich, aber vor allem mental. Viele Höhen und Tiefen, Zweifel, Angst, Hoffnung, Rückschläge. Ich musste lernen, die Krankheit anzunehmen. Nicht dagegen anzukämpfen, sondern sie als Teil meiner Realität zu akzeptieren. Ohne mich selbst zu verlieren.
Was mich getragen hat, war meine Familie. Meine Frau, meine Kinder, meine Schwestern – und mein gesamtes Umfeld. Die Unterstützung, die Nähe, die Gespräche. Ich bin offen mit meiner Krankheit umgegangen. Nicht, weil es leicht war, sondern weil ich gemerkt habe: Verdrängen bringt nichts. Dazu stehen schon.
Heute bin ich hier. Dankbar. Demütig. Und mit dem Gefühl, dass diese Geschichte nicht nur mir gehört. Ich möchte sie teilen. Vielleicht, um anderen Mut zu machen. Vielleicht, um zu zeigen, dass Krankheit nicht nur Schwäche ist, sondern auch Klarheit bringen kann. Und vielleicht, um irgendwann anderen ganz konkret helfen zu können – privat oder auch professionell.
Das ist meine Geschichte. Und sie ist noch nicht zu Ende.