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Wie ich in meiner Firma von meiner Diagnose erzählt habe.

Aktualisiert: 8. Jan.


Als ich meine Diagnose bekommen habe, war mir eines relativ schnell klar: Ich möchte offen damit umgehen. Ich hatte eine Vorerkrankung, es gab Warnzeichen, und irgendwann kam dann dieser Moment im Krankenhaus, in dem sich alles sortiert – nur eben anders, als man es sich wünscht.


Zurück im Alltag stand die Frage im Raum: Wie sage ich es meiner Firma? Ich habe mich bewusst dafür entschieden, ehrlich zu sein. Kein "Drumherum" reden, keine halben Wahrheiten. Ich bin auf meine Vorgesetzten zugegangen und habe offen erklärt, was Sache ist.


Meine Erfahrung ist: Die meisten Chefs reagieren menschlicher, als man es vorher befürchtet. Verständnis entsteht oft genau dann, wenn man klar und ehrlich spricht. Und ja – es braucht Überwindung. Aber sie lohnt sich.


Was ich dann erlebt habe, war für mich wirklich etwas Besonderes. Nicht nur von meinen Chefs, sondern auch von Kolleginnen und Kollegen kam eine Anteilnahme, die mich bis heute berührt. Nachrichten per WhatsApp, E-Mails, Anrufe – nicht aufdringlich, sondern ehrlich interessiert. Einfach das Gefühl: Du bist nicht allein.


Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, nicht mehr dazuzugehören oder mich rechtfertigen zu müssen. Im Gegenteil. Ein Satz eines Kollegen ist mir besonders hängen geblieben: „Dein Arbeitsplatz ist für dich da. Und der bleibt frei, bis du wiederkommst. Alles andere klären wir dann gemeinsam.“


Das war nicht nur organisatorisch wichtig – das war menschlich enorm wertvoll. Diese Sicherheit, dieses Vertrauen, dieses Gefühl von Aufgehoben sein kann man nicht hoch genug einschätzen. Gerade in einer Situation, in der ohnehin vieles wackelt.


Ich arbeite aktuell bei der Rothermel Gruppe in Östringen, und ich habe dort erlebt, was es heißt, wenn ein Unternehmen nicht nur von Leistung spricht, sondern von Menschlichkeit lebt. Wie man miteinander umgeht, wenn es wirklich darauf ankommt.


Meine persönliche Empfehlung an alle, die in einer ähnlichen Situation stehen: Geht offen damit um – so weit es sich für euch richtig anfühlt. Die Reaktion sagt viel darüber aus, wie ein Unternehmen wirklich tickt. Und sie zeigt auch, ob man dort gut aufgehoben ist – nicht nur beruflich, sondern menschlich.


Mich würde sehr interessieren, wie eure Erfahrungen sind .Habt ihr Unterstützung erlebt? Verständnis? Oder vielleicht auch Enttäuschung? Teilt eure Geschichte – sie kann anderen Mut machen.

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