Zwei Seiten. Ein Ziel.
- skcoach9
- vor 46 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Wer mich hier schon länger verfolgt, kennt auch trotzdemleben.com.
Die Seite ist während meiner Krebserkrankung entstanden. Fast ein Jahr lang standen plötzlich andere Dinge im Mittelpunkt: Gesundheit, Familie und die Frage, wie es eigentlich weitergeht.
Einen Moment aus dieser Zeit werde ich wahrscheinlich nie vergessen.
Ich lag im Krankenhaus, bekam alle paar Tage Bluttransfusionen und war irgendwann einfach nur noch fertig. Ich habe viel geweint. Irgendwann sagte meine Frau zu mir:
„Sei doch froh, dass du das Blut bekommst. Du lebst dadurch weiter.“
Eigentlich ein ganz einfacher Satz.
Aber bei mir hat er etwas verändert.
Die Situation war dieselbe. Aber plötzlich habe ich sie aus einer anderen Perspektive gesehen. Nicht mehr nur: Warum muss ich das alles durchmachen? Sondern auch: Zum Glück gibt es etwas, das mir hilft weiterzumachen.
Dieser Perspektivwechsel ist geblieben.
Und vielleicht ist genau das für mich „Trotzdem leben“: Schwierige Dinge nicht schönzureden. Nicht so zu tun, als wäre alles gut. Aber irgendwann zu versuchen, den Blick wieder nach vorne zu richten.
Heute bin ich wieder voll im Berufsleben angekommen. Und darüber bin ich sehr froh.
Natürlich verschwindet so ein Jahr nicht einfach. Das soll es auch gar nicht.
Ich möchte diese Erfahrungen mitnehmen – aber ich möchte nicht in ihnen stehen bleiben.
Jetzt beschäftige ich mich wieder mit den Dingen, die mich seit vielen Jahren begleiten und für die ich brenne: Menschen, Personal, Vertrieb, Unternehmen und neue Ideen.
Und vielleicht schaue ich heute auf manches anders.
Ein Bewerber ist mehr als sein Lebenslauf. Ein Kunde ist mehr als ein Auftrag. Und ein Problem ist manchmal auch eine Situation, die man aus einer anderen Perspektive betrachten muss.
Genau diese Perspektive möchte ich mitnehmen.
Auch deshalb werde ich künftig neben den persönlichen Themen wieder stärker über meine berufliche Welt schreiben. Über Menschen, Personal und Vertrieb. Über Dinge, die gut laufen – aber auch über Dinge, die wir vielleicht anders machen sollten.
Mal positiv. Mal kritisch. Und sicherlich auch einmal mit einer Meinung, die nicht jeder teilt.
Denn eines möchte ich aus diesem vergangenen Jahr nicht vergessen:
Wir können nicht immer bestimmen, was uns im Leben begegnet. Aber wir können manchmal entscheiden, aus welcher Perspektive wir darauf schauen – und was wir daraus machen.
Mein Blick geht nach vorne.
Nicht, weil ich vergessen habe, was war. Sondern gerade weil ich weiß, was war.
Und für mich bedeutet Trotzdem leben inzwischen deshalb nicht nur, eine schwere Zeit zu überstehen.
Es bedeutet auch, zurückzukommen. Wieder anzupacken. Ideen zu haben. Etwas bewegen zu wollen. Und das Leben wieder voll anzunehmen – privat und beruflich.
Genau das habe ich vor.
Alle weiteren Blogs findest Du hier:




Kommentare